Zur Homepage | zur Navigation springen | zum Inhalt springen | Kontakt und Amtszeiten | Sitemap | Suche und Index |
Home > Projekte > Gender und Lebensqualität im Ländlichen Raum
Gerade die Leader Region Nationalpark Kalkalpen steht zunehmend vor neuen Herausforderungen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten und Gleichstellung zu ermöglichen. Folgende Handlungsfelder sind anzuführen:
Demgegenüber steht eine positive betriebliche Entwicklung mit Fach-Arbeitskräftebedarf vor allem im technischen Bereich, sowie ein erwartetes, künftiges Beschäftigungswachstum in den Dienstleistungs- und Gesundheitsberufen.
Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes für die Leader Region Nationalpark Kalkalpen, durch welches die wirtschaftlichen Potentiale von Frauen gestärkt und damit ein Beitrag sowohl zur Gleichstellung wie auch zur Lebensqualität in ländlich strukturierten Regionen geleistet werden soll.
Recherche
Analyse von Regionaldaten, ExpertInnengespräche mit EntscheidungsträgerInnen, MultiplikatorInnen, Schulungseinrichtungen sowie Personalverantwortlichen von Betrieben, Interviews mit Frauen der Region Nationalpark Kalkalpen, (Wiedereinsteigerinnen, Frauen in un- und angelernten Tätigkeitsbereichen, selbständige Frauen)
Entwicklung des Maßnahmenkonzeptes
Ausgehend von bestehenden Instrumenten wurden entsprechend den Rechercheergebnissen innovativ und bedarfsgerecht Maßnahmenkonzepte für die Region entwickelt.
Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Zusammenarbeit mit Betrieben zur Erschließung neuer Arbeitsplätze, Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen EntscheidungsträgerInnen und MultiplikatorInnen, Entwicklung von Ansätzen zum Aufbau von gemeindeübergreifenden Netzwerken (z.B. Netzwerk selbständiger Frauen, Netzwerk Wiedereinsteigerinnen), breite Öffentlichkeitsarbeit.
ERGEBNISSE UND NACHHALTIGKEIT
Durch das Projekt REWITEG konnten aufgrund von Recherchen frauenspezifische Maßnahmen für die Region entwickelt und der Bedarf abgeklärt werden.
Beratung vor Ort
Ein großer Schwerpunkt der Rechercheergebnisse war das Thema Beratung vor Ort. Über 80 % der Frauen wünschen sich ein regionales Bildungsangebot. Mit der erprobten Mobilen Frauenberatung konnten speziell Frauen im ländlichen Raum erreicht werden. Dabei wurde eng mit den jeweiligen Gemeinden zusammengearbeitet.
Kurse vor Ort
Aus den Ergebnissen der Recherche ließ sich insbesondere der Bedarf nach zwei verschiedenen Angeboten ableiten:
EDV-Qualifikation und Kursangebot für E-learning
Vorbereitung des Wiedereinstieges
Frauenberufszentrum Steyr-Kirchdorf
Das Frauenberufszentrum unterstützt arbeitssuchende Frauen bei der individuellen Planung ihrer beruflichen Qualifizierung, bei der Suche nach passenden Bildungsangeboten und bei der Arbeitsaufnahme - Projektstart Sommer 2012
FIT-Beratungsangebot Steyr-Kirchdorf
Information von Frauen über Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich „Frauen und Technik“ und Ausbildungsbegleitung - Projektstart Sommer 2012
Insgesamt konnten die entwickelten Maßnahmen in einem sehr umfangreichen Ausmaß nachhaltig verankert werden. Es zeigte sich, dass durch diese Projekt-Initiative der LAG Nationalpark Kalkalpen eine regionale Dynamik entstand.
Für eine langfristige Strategie gilt es jedoch, Initiativen und Maßnahmen in den Bereichen „Frauen und Technik“ sowie „Gesundheit und Pflege“ kontinuierlich weiter zu entwickeln:
Frauen und Technik
Das Thema „Frauen und Technik“ bedarf langfristiger und ganzheitlicher Maßnahmen: Sowohl bei Frauen aber auch bei den Betrieben in der Region sind hier noch ein grundlegendes Umdenken und neue Zugänge erforderlich.
Gesundheit und Pflege
In entlegenen Regionen kann der Personalbedarf im Bereich Pflege nicht gedeckt werden. Vorhandene Aktivitäten beziehen sich jedoch vor allem auf die Neuausbildung von Frauen, während Maßnahmen zur Verlängerung der Verbleibsdauer in Pflegeberufen, zur Überwindung von Mobilitätshemmnissen oder zur Erleichterung der Zugänglichkeit zu diesen Berufen für Frauen mit Migrationsgeschichte noch kaum Thema sind.
Tourismus
Obwohl Tourismus nicht Schwerpunkt des Projektes war und hierzu bereits mehrere Verkäuferaktivitäten in der Region stattgefunden haben, ist die Diskrepanz zwischen den Interessen und Möglichkeiten arbeitssuchender Frauen und den Rahmenbedingungen vieler Tourismusbetriebe nach wie vor Thema.
Weitere Informationen zum Projekt REWITEG: